Chronik ab Vereinigung der Ortsvereine 1960

1. Juli 1960, Erste gemeinsame Probe
An diesem Tag findet die erste gemeinsame Probe in Lörzweiler statt. Auf Grund der funktionierenden Gemeinschaft beschließt man, im wöchentlichen Turnus und abwechselnd in beiden Orten Proben zu halten – so, wie es noch heute praktiziert wird.

21. August 1960, Erster gemeinsamer Ausflug nach Gelterswoog bei Kaiserslautern

29. Oktober 1961, Außerordentliche Generalversammlung in Ebersheim
Einer der wesentlichen Tagesordnungspunkte ist der Beschluss, dem Diözesanverband der Bläserchöre des Bistums Mainz beizutreten.

23. April 1962, Konzert im Saal Gottwald in Lörzweiler
Durch die Vereinigung eröffnen sich neue Chancen: Mit dem großen und in praktisch allen Instrumentalregistern besetzten Orchester sind nun auch wieder Konzertveranstaltungen möglich. Der Ostermontag scheint wie im vorigen Jahr ein guter Tag dafür zu sein.

1962, Feuerwehrjubiläum, Umzug in Zornheim

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Mai 1964, Musikfest in Gabsheim
Auch bei diesem Musikwettstreit zum 50-jährigen Bestehen des dortigen Kirchenmusikvereins sind die Erfolge der Vereinigung sichtbar. Das Orchester gewinnt einen 2. Preis und Vinzenz Christ, noch nicht lange am Dirigentenpult, darf einen 2. Dirigentenpreis mit nach Hause nehmen.

16. – 18. Mai 1970, 10-jähriges Bestehen der Musikvereinigung
Samstag: Jubiläumsabend mit Vereinen aus Ebersheim und Lörzweiler, dem Musikverein Ebelsbach, dem Jugendblasorchester Marienborn und der „Finther Trachtenkapelle“
Sonntag: Bunter Abend mit Künstlern
Montag: (Pfingstmontag) Ausrichtung des Diözesanmusikfestes
Festgottesdienst und Festmusizieren, abends Tanzmusik
Dieser Gottesdienst war ein Erlebnis besonderer Art, der die Gläubigen im Festzelt vereinigt hat, das so überfüllt war, dass viele vor dem Zelt den sakralen Handlungen beiwohnen mussten. Denn 700 Kirchenmusiker unter der Stabführung von Diözesanpräses Heino Schneider gaben mit der liturgischen Bläsermusik eine Gestaltung des Festgottesdienstes von einzigartiger Schönheit und Erhabenheit. Eine Hymne an Gott und seine Gnade, wie diese nur die Musik ausdrücken kann. Durch diese Gestaltung beim Gottesdienst wurden der religiöse Charakter der Musikchöre, ihre kirchenmusikalische Aufgabe und der Sinn in der Pflege liturgischer Bläserliteratur verdeutlicht. Das sich anschließende „Festliche Musizieren“ wurde von 33 Chören bestritten. Es war dies das bisher größte Aufgebot: 800 Kirchenmusiker nahmen daran teil.“ (AZ, 20.5.1970)

September / November 1975, Oktoberfeste in Lörzweiler und Ebersheim
Mit Gags und Spielen aufgelockerte Eigenveranstaltungen

1975, Weißer Sonntag in Mommenheim (Einzug)

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1975, Sommernachtsfest in Nieder-Olm,(ohne Krawatten)

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1976, Sommernachtsfest in Nieder-Olm (mit Krawatten)

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 3. April 1976, Generalversammlung
Laut Abstimmung beschließt man die Anschaffung von Uniformjacken und entsprechenden Krawatten (rot mit weißem Lyra-Emblem).

19. – 23. Mai 1977Ausrichtung der Kerb in Lörzweiler
Donnerstag: Preisskat
Freitag: Konzert des Opel-Werksorchesters
Samstag: Kerbetanz
Sonntag: Frühschoppen
Montag: Platzkonzert

1978, 140jähriges Jubiläum des Kath. Kirchenchores in Lörzweiler

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Die Anzahl der Auftritte nähert sich in diesem Jahr der 50. Der Verein ist in den beiden Heimatorten längst fester Bestandteil zahlreicher Veranstaltungen geworden und gilt auch in der weiteren Umgebung als verlässlicher Partner und Kapazität für musikalische Unterhaltung.

24. März 1979, Erstes Gemeinschaftskonzert der Musikvereine der Verbandsgemeinde Bodenheim in Gau-Bischofsheim

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Das Blasorchester Bodenheim und der Musikverein Lyra geben ein gemeinsames Konzert.

10.-18. Juni 1979, 75-jähriges Jubiläum in Ebersheim
Sonntag:Totenehrung am Ehrenmal in Ebersheim
Donnerstag: Festkommers mit den Kilianos aus Nierstein als Festmusik und Vereinen aus Lörzweiler und Ebersheim
Freitag: Tanz mit den „Moodies“
Samstag: Bunter Abend mit der Finther Trachtenkapelle, dem Meisterjodler Sepp Viellechner und den Deutschen Meistern im Kunstkraftsport
Sonntag: Festgottesdienst, Festmusizieren mit 15 Kapellen
Montag: Kinderbelustigung, Dämmerschoppen (gespielt vom Jubelverein selbst), Konzert des Polizeimusikkorps Rheinland-Pfalz

März / Dezember 1979, Jahreskonzerte in beiden Heimatorten
Zu dieser Zeit werden noch zwei Konzerte pro Jahr gehalten. Das eine in Ebersheim, das andere in Lörzweiler. Man wird später beschließen, nur noch ein Konzert mit jährlich wechselndem Veranstaltungsort zu geben.

16. September 1979, Die „Hackfleischspatz-Wette“
Reichlich spät muss es schon gewesen sein, als drei Männern diese nicht alltägliche Wette einfällt. Zweien davon soll es nicht möglich sein, einen „Spatz“ (Gefäß für Mörtel), gefüllt mit 50 kg Gehacktem (= Wetteinsatz), von Sörgenloch nach Ebersheim zu tragen. Topp, die Wette gilt! Und schon ist es auch eine Angelegenheit für das ganze Orchester. Denn wenn sich zwei Musiker, der eine vom Musikverein Sörgenloch, der andere von uns, aus „Jux und Tollerei“ bei starker Hitze und mit schwerem Gepäck einen Berg hinaufquälen, dann muss das Ganze natürlich mit Marschmusik unterstützt werden. Kein Wunder also, dass die Sache geklappt hat. Der Wetteinsatz wird abschließend standrechtlich verzehrt.

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Die Ebersheimer kommen mit 2 PS und dem Jubiläumsschild zum Lyra-Schlachtfest nach Lörzweiler

16. November 1980, Papstbesuch in Mainz-Finthen
Wir sind als Orchester Teil des Gottesdienstes, den Papst Johannes Paul II im Rahmen seiner Deutschlandreise auf dem Finther Flugfeld zelebriert, zusammen mit der Kirchenmusik Finthen. Unser zugeteilter Platz befindet sich direkt unterhalb des Altarpodestes, weshalb wir auch das miserable Wetter nicht als solches empfinden. Denn wie oft im Leben wird man dem Stellvertreter Christi so nahe sein können, noch dazu im eigenen Land?

5. / 6. September 1981, Ausflug nach Ebersheim / Elsass
Dass es auch ein Ebersheim auf der anderen Seite des Rheins gibt, wissen die rheinhessischen Ebersheimer schon länger. Nun endlich findet sich die Gelegenheit zu einem Besuch. Mit einem offiziellen Empfang im Rathaus, einem Platzkonzert und einer Weinprobe vergehen die zwei Tage wie im Flug. Einen “gespiegelten“ Musikverein LYRA hat man allerdings dort nicht gefunden.
„Das Zeitlimit für die Weinprobe ist für zwei junge Musiker augenscheinlich zu niedrig angesetzt. Denn eifrig werden angebrochene Flaschen eingesammelt und für eine nächtliche Tour durch den ausgestorben wirkenden Ort sicher verstaut. Zurück in der Unterkunft wartet man dann bis alles ruhig zu sein scheint und wagt dann das Abenteuer. In einem so alten Haus muss ein „Ausbruch“ gut geplant sein. Also wird vereinbart, dass einer im Erdgeschoss Licht macht, während der andere oben wartet und dort das Obergeschosslicht löscht. Der Obere fungiert darüber hinaus als Weinhalter, der Untere lässt sich Zeit … – viel Zeit. Denn er muss ja schleichen.
Die Zeit wird lang, die Flasche wird schwer und offensichtlich glitschig. Das Unvermeidliche geschieht: Die Flasche beugt sich der Schwerkraft und landet unüberhörbar auf dem Boden. Der Widerhall im Flur ist noch nicht verklungen, da zischt der Untere am Oberen vorbei und liegt kaum eine Zehntelsekunde später in voller Montur und beiden Schuhen, aber brav die Bettdecke übergezogen im Bett. Ein älterer Mitbewohner und Musikkollege wird daraufhin wach, betritt die Szenerie und tadelt: ‚Also, das hätte ich ja gerade von Dir nicht gedacht. Schau Dir mal Deinen Kameraden an. Der schläft schon, wie es sich gehört, – und Du?’
Die Worte, die die beiden Zimmergenossen nachher gewechselt haben, sind allerdings nicht überliefert.“

1981, Fastnachtsumzug in Lörzweiler (Mainzer Straße)

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8. August 1982, Blumenkorso in Schlettstadt (Sélestat) / Elsass

Der Elsass ist immer eine Reise wert. Daher bietet sich der Corso Fleuri geradezu als Tour-Anlass an. Die Teilnahme am farbenprächtigen Umzug bestätigt die Musiker darin vollends, wobei man es sich nicht – vor Übermut? – verkneifen kann, in echter „Meenzer“ Art den Narrhalla-Marsch zu spielen und das Ganze mit Helau-Rufen zu bekräftigen. Dass die Zuhörerschaft dies nur mit artigem Applaus bedenkt, ist ob deren „Fassenachts“-Ferne wohl auch nicht weiter verwunderlich.

27. August 1982, Einweihungsfest historischer Posthof Hattersheim
Prominenter Redner auf dieser SPD-Veranstaltung ist der 8 Jahre zuvor nach der Affäre Guillaume zurückgetretene ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt.

28. August 1982, Ausflug an den Bodensee, Platzkonzert vor dem Schloss

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Eine Eisenbahnfahrt in einem nur für uns reservierten Wagen ist so richtig nach dem Geschmack der Teilnehmer. Bewegungsfreiheit von Abteil zu Abteil und trotzdem genügend Platz für die Verpflegung fester wie flüssiger Art. In Überlingen wartet bereits das Schiff für die Überfahrt zur Blumeninsel Mainau. Die Bootstour und die Insel mit ihrem schönen Schloss selbst offenbaren dem Orchester hervorragende Kulissen, sich musikalisch vorzustellen. Die Heimfahrt im Zug verkürzt man sich durch regelmäßige Besuche im schaukeligen, aber stimmungsvollen Tanzwagen.

5. September 1982, Trachten- und Winzerumzug in Mainz

1984, die „Ragtime Dixies“ in der närrischen Fastnachtsprobe in Ebersheim

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4. – 9. April 1985, Burgenland-/Wienfahrt
Als einer der glanzvollsten wird dieser Ausflug noch heute bezeichnet. Allein die unübersehbare Vielfalt an landschaftlichen und kultur-historischen Sehenswürdigkeiten, von denen wir uns nur einige, wie Schloss Schönbrunn, eine Burgenlandrundfahrt auf Haydns Spuren oder die Altstadt Wiens, heraussuchen können, machen den Reiz dieser Fahrt aus. Gesellige Stunden bei der Weinprobe in Rust am Neusiedler See oder bei Schrammelmusik in Grinzing setzen das i-Tüpfelchen der eindrucksvollen Reise.
Stimmungsvoller Höhepunkt der Tour war die Wienerwaldrundfahrt, zu deren Abschluss man sich im bekannten Weinort Gumpoldskirchen einfand. In einem gemütlichen Weinlokal genoss man den Heurigen und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass im Mainzer Raum der Karneval das ganze Jahr anzudauern scheint, da unter der musikalischen Leitung von Hofkapellmeister Jakob Schneider karnevalistische Glanzlichter mit den Auftritten des Männerballetts und einiger Gesangsgruppen gesetzt wurden…“ (AZ-Bericht)

30. April 1985, Tanz in den Mai
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25jährigen Jubiläum der Musikvereinigung wird dieser Tanzabend mit der Band „Number Nine“, bei der zwei Lyra-Aktive mitwirken, präsentiert.

17. – 20. Mai 1985, Ausrichtung der Kerb in Lörzweiler
Freitag: Jahreskonzert zum 25jährigen Jubiläum der Musikvereinigung, anschließend Tanz
Samstag: Kerbetanz mit Eddies Company
Sonntag: Frühschoppenkonzert mit dem KMV Gau-Bischofsheim
Montag: Dämmerschoppenkonzert vor dem Feuerwehrgerätehaus

2. April 1986, Gastkonzert des „Tamworth Music Center“ in Lörzweiler

August 1986, Gründung des ersten Jugendorchesters
Schon viele Jahre zuvor sind kleine Jugendspielgruppen von engagierten Musikern ausgebildet und geleitet worden (Jakob Deiß in Ebersheim, Günter Wagner in Lörzweiler). Doch jetzt geht Fred Knußmann einen entscheidenden Schritt weiter: Der organisierte Aufbau einer Nachwuchskapelle als feste Institution im Verein. Ausbildung, Leitung und Betreuung werden je nach Befähigung auf verschiedene Schultern verteilt.

26. Oktober 1986, Gastkonzert der “South West Herts Wind Band“ in Ebersheim

24. Mai 1987, Festumzug des Rheinland-Pfalz-Tages in Mainz

28. – 31. Mai 1987, 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Ebersheim

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28. Juni 1987, Sommerfest des Unterhauses in Mainz
Kleinkunst trifft Blasmusik. Wo angeblich Welten dazwischen sein sollen, stellt sich Interesse und Beachtung für die Qualität und den Einsatzeifer des jeweils anderen ein.

18. – 20. September 1987, Fahrt nach Epoisses / Frankreich
Als dritter Verein aus der Partnergemeinde Lörzweiler werden wir mit „Kir Royal“ begrüßt und herzlich aufgenommen. Nachdem man anderntags Beaune mit seinen Kellereien besichtigt hat, steht abends ein Konzert mit anschließendem Tanz auf dem Tour-Programm. Der Sonntagsgottesdienst in der Schlosskirche und das Platzkonzert im schönen Schlossgarten gefällt allen Jumelage-Beteiligten derart gut, dass die Heimreise erst mit zweistündiger Verspätung in französischer Gelassenheit erfolgt.

1987_Epoisses

April/Mai 1988, 150-jähriges Jubiläum des Kath. Kirchenchores Lörzweiler
Uns fällt die ehrenvolle Aufgabe zu, den ältesten katholischen Kirchenchor in Rheinland-Pfalz als Festkapelle zu unterstützen.

Januar/Februar 1989, Fastnachtssitzungen in beiden Heimatorten
Durch die Gründung eines Ebersheimer Karnevalvereins ergeben sich für uns neue Bedingungen. Die Zahl der zu begleitenden Fastnachtssitzungen verdoppelt sich nicht nur, es gibt auch anfangs terminliche Überschneidungen. Das Problem, das Orchester in zwei spielfähige Mannschaften unterteilen zu müssen, ist schwierig, kann aber bis zu einer späteren, besseren Terminkoordinierung gelöst werden.
Auch in früheren Zeiten waren Fastnachtssitzungen beliebt. Musik macht hungrig. Und so traf man sich noch zu einem fröhlichen Nach-Sitzungs-Wurstessen beim 1. Vorsitzenden J. Schuster. Wurst? – „Na ja, ein Schnitzel könnte es schon sein“, dachte sich Tubist Ossi. Sein „zuvorkommender“ Musikkollege und Saxofonist Hans machte sich sogleich auf, verschwand in die Küche, ließ sich ein Stück Tuchdecke zurechtschneiden, panierte und würzte dieses fachmännisch und servierte das „Schnitzel“ seinem anspruchsvollen Freund. Mit Heißhunger verspeiste Tubist Ossi etwa die Hälfte davon, bis er schließlich doch bemerken musste: „Schmeckt ja gut! Ist aber ziemlich zäh!“
Solche und ähnliche Geschichten können sich eigentlich nur in feucht-fröhlichen Stunden zur nächtlichen Fastnachtszeit ereignen – oder?

12. – 15. Mai 1989, Treffen mit Hoisdorfer Musikzug in Hoisdorf
Ob es gut gehen kann, wenn Nordlichter und Südlichter aufeinandertreffen und musikalisch, wie menschlich harmonisieren sollen? Es kann!
Es passt sogar so gut wie Nord- und Südpol eines Magneten zusammen! Diese Erfahrung machen alle Beteiligten des ersten Treffens nach der Phase des Kontaktanbahnens. So stimmungsvoll der erste Abend zu Ende geht, so harmonisch verläuft das gemeinsame Konzert am nächsten Tag. Hat man uns gestern noch die Standhaftigkeit bei hochprozentigen Getränken gezeigt, so demonstrieren wir heute, dass das Konzertende noch lange nicht das Ende des Konzertes ist – weder musikalisch, noch terminlich.
Bei Tageslicht stehen jedoch kulturelle Dinge an. Denn Hoisdorf liegt vor den Toren Hamburgs, und diese Stadt sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Programm sieht den Fischmarkt, eine Stadt- und Hafenrundfahrt und einen Besuch des Hansa-Theaters vor, in der Stadt, die erst nachts anfängt richtig zu leben; demzufolge Grund genug für die denkwürdige Gründung des „Mitternachts-Vorstandes“, also einem „ab 0:00 Uhr tagenden und beschließenden Alternativgremium“ (!).

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Begrüßungsmarsch in Hoisdorf

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Gestaltung des Gottesdienstes

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Der Dirigent kocht für seine Mannschaft

1989, das große Orchester kurz vor dem Jahreskonzert

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6. – 8. Juli 1990, Erster Rückbesuch der Hoisdorfer in Lörzweiler
Der Gegenbesuch unseres Partnerorchesters – das war natürlich klar – muss für die Weinfesttage geplant werden. So kann ein Doppelorchester von 60 Musikern die Weinkönigin zum Festplatz eskortieren, wo die Eröffnungsfeierlichkeiten stattfinden. Für den nächsten Tag ist eine Rheinschifffahrt, die obligatorische Mainzbesichtigung und abends ein Grillfest organisiert. Der Sonntag steht – Sportkenner wissen es bereits – ganz im Zeichen des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Argentinien. Doch bevor man mittels zweier TV-Geräte im Jugendheim mitfiebern und jubeln darf, steht noch eine Weinprobe und eine Führung durch die Niersteiner Winzergenossenschaft auf dem Programm.

28. Dezember 1990, Erste Jahresabschlussfeier
Weihnachtsfeiern aller Art (im Advent!) nehmen überall inflationär zu. Um dem Advent wenigstens von unserer Seite ein wenig mehr Muße zu lassen, wird seither „zwischen den Jahren“ gefeiert. Rückblicke, kleinere Aktivenjubiläen, Sketche, musikalische Beiträge und selbstverständlich eine festlich gedeckte Tafel sind dabei fest(lich)e Bestandteile.

3. August 1991, Hochzeit von Fred H. und die berüchtigte Wette
Was, wenn einer zu keiner „nein“ sagen kann und dieser „Einer“ dann seine baldige Vermählung verkündet? Man glaubt es ihm nicht – und setzt noch einen d’rauf: „Wir spielen an Deiner Hochzeit: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten’!“ Das glaubt wieder dieser „Einer“ nicht und genauso entsteht eine Wette!
Schon lange war diese berüchtigte Wette von den wenigen Musikern, die sich noch zu jener nächtlichen Stunde um den runden Tisch im Ebersheimer „Fuchsbau“ versammelt hatten, unterzeichnet, als nun der Tag der Erfüllung gekommen ist. „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ – dieses Volkslied muss, so ist den Zeilen auf der weißen Tischdecke zu entnehmen, in der Kirche erklingen. Geschickt in das Stück „Give us peace“ verpackt und vorgetragen von den beiden Tenorhornisten Reinhold M. und Bernward L., heimsen wir damit die versprochenen 50 Liter Bier „spielend“ ein.

23. November 1991, Gemeinschaftskonzert der Musikvereine der VG Bodenheim in Gau-Bischofsheim
Jetzt, da der KMV Gau-Bischofsheim den Kinderschuhen entwachsen ist, ist es auch ihm möglich, hieran teilzunehmen. Erstmals finden sich also alle drei Orchester der Verbandsgemeinde zu einem gemeinschaftlichen Konzert zusammen.
In diesem Jahr wird der Verein sogar zum wissenschaftlichen Untersuchungsobjekt. Zwei Studentinnen der Mainzer Universität analysieren in einer Seminararbeit am Musikwissenschaftlichen Institut die Diözesanblasmusikvereinigungen in Rheinhessen, exemplarisch dargestellt an der Musikvereinigung „Lyra“.

16. – 20. April 1992, Vereinsausflug nach Thüringen und Sachsen
Nur zweieinhalb Jahre nach der Maueröffnung ist endlich der „andere“ Teil Deutschlands Ziel des Vereinsausflugs. Neben Erfurt, wo wir unserem ehemaligen und jetzigen Thüringer Landesvater Bernhard Vogel ein Ständchen bringen, stehen Dresden und seine Schlösser, Meissen und eine Dampfzugfahrt auf dem Tourenplan. Im Hotel Zschackwitz in Döbeln erbringt ein Konzert zugunsten des örtlichen Kindergartens über 1100 DM. Jene Unterkunft hat schon abends zuvor die Gründung der „Lyra-Spatzen“ erleben dürfen. Diese war nötig geworden, um mit den vierstimmigen Hits „Pendelverkehr“ und „Mir gehn jetzt net hoam“ die Bedienkräfte auf die Möglichkeit der Steigerung des Bierabsatzes hinzuweisen.

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Bei allen Ausflugsfahrten werden die Partner(innen) natürlich mitgenommen – aber wer ist hier wer?!

17. – 19. Juli 1992, Feuerwehrjubiläum mit Besuch der Hoisdorfer
Es ist schon später Nachmittag, als die ersten und lange erwarteten „Hummel, hummel – moin, moin!“- Rufe aus dem Bus mit dem Hamburger Kennzeichen erschallen. Neben Grillfest und Tanz im Festzelt sind am anderen Tag eine Moselfahrt mit Weinprobe und das Konzert mit dem Polizeiorchester Rheinland-Pfalz und am übernächsten Tag Weckruf um 6:45 Uhr, Gottesdienst, Frühschoppen und der Festumzug zu absolvieren. „Freudig geschafft“ tritt das Partnerorchester wieder die Heimreise an. Für uns steht am Montag jedoch noch die Radioveranstaltung des SWF an mit Stars wie Gitti und Erika, Erik Silvester und dem Naabtal-Duo.

25. April 1993, Erste Satzproben
Eine Neuerung in der Probetechnik wird eingeführt: Um den letzten Feinschliff in den Musikstücken geht es, wenn in der Phase vor dem Jahreskonzert nicht nur Gesamtproben abgehalten werden, sondern einzelnen Registern die (Flöten-)Töne beigebracht werden.

2. Mai 1993, Jahreskonzert
Mit dem Musical-Stück „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber dringt das Orchester endgültig in den in Fachkreisen „Oberstufe“ genannten Qualifizierungsgrad vor. Symphonische Blasmusik wird realisierbar.

16. Mai 1993, Familien-Wandertag
Können Musikerfüße nur den Takt treten? Nein, sie bewältigen auch Etappen des Rhein-Höhen-Weges mitten in den berühmten Weinlagen Rüdesheims und hoch über dem „Binger Loch“. Sie können danach auf einem Rheinschiff umherlaufen und in Trechtingshausen zur und in der Burg Reichenstein gehen. Aber spätestens jetzt ist es gut, wenn es dort auch eine Schenke gibt, die ein Vespermahl bereithält.

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April 1994, Erstes Probenwochenende (Burg Altleiningen)
Nach den ersten Satzproben im vorigen Jahr wird ein weiterer Meilenstein in der konsequenten Probenplanung umgesetzt. Ein ganzes Wochenende, bestehend aus einem durchdachten Probenplan und Geselligkeiten, werden die Musiker zusammen verbringen. Das Resultat kann sich eine Woche später im Jahreskonzert in der Tat sehen und hören lassen.

24. April 1994, Abschiedskonzert für Vinzenz Christ und Einführung des neuen Dirigenten Reinhold Mai
Das war der bewegendste Moment in Vinzenz Christs Dirigentenlaufbahn: mit einer würdevollen und rührenden Zeremonie nahm der Musikverein „Lyra“ Mainz-Ebersheim/Lörzweiler nach 25 Jahren Abschied von seinem musikalischen Leiter. Das Publikum in der vollbesetzten Sporthalle in Lörzweiler erlebte einen Vinzenz Christ in einer ungewohnten Rolle: ohne sein Orchester und ohne Dirigentenstab stand er auf der Bühne, während sich die Musiker zum Gratulationsdefilee aufstellten. Aus der Hand jedes Orchestermitglieds erhielt er eine Rose, tauschte einen Händedruck, manchmal auch eine Umarmung aus. So mancher konnte sich eine Träne nicht verkneifen (…) Beim „Tuba-Tiger-Rag“ schlüpfte der verdienstvolle Chef sogleich in seine neue Rolle, nahm im Orchester Platz und fügte sich den Anweisungen von Reinhold Mai, dem er kurz zuvor seinen Taktstock übergeben hatte.“ (AZ-Bericht)

2. – 6. Juni 1995, Vereinsausflug nach Watford / England
England fehlte dem Musikverein … noch auf seiner Reiselandkarte. Und so startete man mit Instrumenten, Noten und einer gehörigen Portion guter Laune zum konzertanten Fünf-Tages-Trip in die Mainzer Partnerstadt Watford (…) Absolute „Highlights“ waren die zweitägige Besichtigungstour durch London und die beiden Konzerte in Watford. Bereits auf der Anreise erhielten die Rheinhessen beim Gang durch die ehrwürdige Kathedrale von Canterbury (…) einen Eindruck von der britischen Kirchenbaukunst…“ (AZ vom 16.6.1995)

15. Juni 1996, Gemeinschaftskonzert der Musikvereine der VG Bodenheim in Gau-Bischofsheim

Jahreskonzert 1997

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16. – 19. Mai 1997, Ausflug nach Pfatter/Bayern
Tief ins bayrische Land verschlägt es uns. Da Regensburg nicht allzu weit entfernt ist, bietet sich eine Besichtigung natürlich an. Sogar eine Messe im berühmten Dom, bei der die Domspatzen zum 20jährigen Bischofsjubiläum von Josef Ratzinger singen, können wir miterleben. Bei der Rückfahrt nach Pfatter liegt eine weitere Sehenswürdigkeit günstig, die Walhalla mit den Büsten der berühmtesten Deutschen. Eine Schiffsfahrt durch den Donaustrudel muss so anstrengend gewesen sein, dass es sich danach im Prössl-Bräu bei einigen Palmator-Bieren so schön verweilen lässt. Der Heimreisetermin naht wie immer viel zu schnell.

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Gruppenbild zu Füßen der Walhalla

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Gute Nacht-Lied von T. Ehlke

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„Larifari“ im Kreis

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N. Adrian im Gepäckfach auf der Rückfahrt

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Besuch im „Prössl-Bräu“

3. Mai 1998, Jahreskonzert mit Multimedia-Unterstützung
Ein Novum im gesamten Umkreis ist der Versuch, das Jahreskonzert seinem Publikum auf diese Art zu präsentieren. Die Musik zum U-Boot-Filmklassiker „Das Boot“ soll mit den entsprechenden Szenen auf einer Videoleinwand koordiniert dargeboten werden. Kooperation ist auch bei einem weiteren Höhepunkt des Programms gefragt: Der Lörzweiler Kinderchor singt unter der Begleitung des Musikvereins ein Kinderliederpotpourri von Rolf Zuckowski.

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Ausschnitt der Fachzeitschrift „Clarino“

23.-24. Mai 1998, Teilnahme am Bezirksmusikfest Buchloe
„Saga“ und „Flashing Winds“ sind zwei Musikstücke, bei deren Nennung das Orchester noch immer feuchte Augen bekommt. Denn mit diesen beiden Titeln ist einer der höchsten Auszeichnungen verbunden, die der Verein jemals erhalten hat.
„Das ist weit mehr als wir erwarten durften“, zeigte sich Vorsitzender Alfred Muscheid überglücklich. Die Reise ins Allgäu geriet für den Musikverein Lyra zu einem ebenso erfolgreichen, wie eindrucksvollen musikalischen Abenteuer. Erstmals nahm das Orchester anlässlich des Allgäu-Schwäbischen-Bezirksmusikfestes an einem Wertungsspiel teil. In der Oberstufe erzielte es unter 17 Mitbewerbern die zweithöchste Punktzahl. Als „Lyra“-Chef Muscheid das Ergebnis verkündete, brach bei den 42 Musikerinnen und Musikern spontaner Jubel aus… Tags darauf wartete weiteres Neuland auf den Verein: Vor dem Buchloer Rathaus nahm die „Lyra“ zusammen mit weiteren 40 Orchestern an einem blasmusikalischen Massenchor teil. Über 1600 Musikerinnen und Musiker spielten gemeinsam….“ (AZ-Bericht)

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1001 Musiker in Buchloe

7. November 1998, Erste große Jugendwerbeaktion
In Zusammenarbeit mit Musiklehrer Uwe Schmitt (nicht zu verwechseln mit unserem Trompeter gleichen Namens) verwirklicht der Vorstand Pläne, die Nachwuchswerbung professioneller zu gestalten. Schmitt, der alle Instrumente persönlich vorstellt und vorspielt, präsentiert den Eltern und Kindern das Hobby Musik im lockeren Plauderton und zeigt gleichzeitig Wege auf, die es jedem ermöglichen, ein Instrument zu erlernen. Danach kann jeder Interessierte alle Instrumente unter fachlicher Anleitung selbst testen. Der Erfolg dieses neuen Weges zeigt sich in der hohen Anzahl an Anmeldungen zur Ausbildung.

7. Juni 1999, Zwangspolterabend für Markus V. in Ebersheim
Laut Vertrag, der in einer nächtlichen Feierlaune zustande gekommen ist, muss unser Delinquent bis zu seinem 30. Geburtstag verheiratet sein. Andernfalls droht der unverzügliche Zwangspolterabend. Da das Ziel an diesem Tag nicht erreicht ist, geht es mit Marschmusik zum neuen Haus (Rasch hereinbrechende Regengüsse sollen daraus aber eher „Rennmusik“ gemacht haben). Dort kann dann wie nach alter Sitte ein echter Polterabend –nur eben ohne Braut- stattfinden.

1999, Kerb-Dämmerschoppen in Lörzweiler

1999_Lö_KerbDämmerschoppen
9. – 12. Juni 2000, Belgienfahrt
Die europäische Stadt Brüssel, die altehrwürdigen Städte Brügge (Grachtenfahrt) und Gent (Wasserschloss der Grafen von Flandern), der Wassererlebnispark „Neeltje Jans“ und nicht zu vergessen das gigantische Wasserbauprojekt Oosterscheldedamm sind stattliche Kulissen für einen erlebnisreichen und amüsanten Ausflug. Verknüpft mit musikalischen Höhepunkten wie dem Konzert im Wettlauf mit der Übertragung des Auftaktspiels der Fußball-EM oder dem Gaudiabend in der Quartier-Cafeteria verdient diese Fahrt das Prädikat: WONDERLIJK!

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Bier trinken in Belgien

2000, Probenwochenende in Steinbach

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2000_Steinbach_Probenwochenende_Hornsatz
13. Mai 2001, Jahreskonzert mit Motto
Üblicherweise bietet das Orchester seinen Zuhörern einen Melodienstrauß gebunden aus praktisch allen Musikstilrichtungen nach der Devise „Für jeden etwas dabei“. Doch in diesem Jahr soll das ganze Konzertprogramm unter der Leitlinie eines bestimmten Genres präsentiert werden – der Filmmusik. Werke wie „Casablanca“, „1941, oder wo bitte geht’s nach Hollywood“, „Charlie Chaplin Collection“, „Indiana Jones“ oder “Dschungelbuch” lassen 100 Jahre Filmgeschichte Revue passieren.

26. August 2001, Familienausflug Kurpfalzpark Wachenheim
Ein Ausflug für die Musiker mit gesamter Familie findet in einem solchen Park ein ideales Ziel. Attraktionen aller Art bis hin zur Greifvogel-Vorführung lassen keine Langeweile aufkommen. Der gemütliche Tagesausklang im Andreashof in Harxheim rundet das Erlebnismenü dann noch ab.

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Jugendorchester beim Probenwochenende in Wolfstein

16. Juni 2002, 110jähriges Feuerwehrjubiläum in Lörzweiler
Wenn das Publikum Feierlaune ausstrahlt und in der „ Lyra“ die Spiel-begeisterung brodelt, dann ist das so, wie wenn Nitro und Glyzerin zusammenkommen. Dann gibt es eine Bombenstimmung!

18. – 20. Oktober 2002, Ausflug nach Luxemburg und Trier
Wie immer muss der erste Korken knallen, bevor das Ortsschild erreicht ist. Mit guter Laune geht es in die europäische Finanzbastion von Weltrang. Sogar ein Platzkonzert auf dem Place d’Armes ist bewilligt, eine Ehre, die nicht jedem Orchester zuteil wird. Im Gegensatz dazu wirkt Trier eher provinziell, trotz ruhmreicher Geschichte. Diese wird uns aber von einem „strumpflosen“ Trierer Original sehr beschlagen nähergebracht.

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Der Mitternachtsvorstand an der Jahresabschlussfeier mit der Präsentation von „Der Bauer, seine Frau und sein Hahn“

11. Oktober 2003, Empfang für die rheinhessische Weinkönigin Eva Vollmer in Ebersheim
„Ein gekröntes Haupt in unseren Reihen, das wäre die Krönung“, dachte sich wohl Posaunistin Eva und schafft den entscheidenden Wahldurchgang mit Charme und Sachverstand. Dafür gibt es einen würdigen Empfang im Heimatort.

2004, 100-jähriges Jubiläum

Gruppenbild 2004
Das Jahr 2004 soll in die Annalen des Musikvereins „Lyra“ Mainz-Ebersheim als Highlight eingehen, denn die „Lyra“ feiert ihren 100. Geburtstag. Unter dem Motto „Saure Tage, frohe Feste“ laden die Musikerinnen und Musiker, der Vorstand und der eigens dafür ins Leben gerufene Jubiläumsausschuss Ebersheimer, Lörzweiler sowie Gäste aus nah und fern dazu ein, ebenso unterhaltsame wie abwechslungsreiche Stunden zu erleben. Dazu hatt man ein Bündel reizvoller Aktivitäten geschnürt. Natürlich steht die Musik im Mittelpunkt, wenn auch der Auftakt dem Wort gehört:
Beim Neujahrsempfang in der Lörzweiler Hohberghalle gratulieren dem Jubelverein zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, der Vereine und der Kirchen aus beiden Gemeinden. Aber auch die Musik kommt nicht zu kurz, denn das Blechbläserquintett des rheinland-pfälzischen Polizeiorchesters zaubert festliche Klänge aus seinen Instrumenten.

 

8. Mai 2004, Jubiläumskonzert
Das 45-köpfige Orchester mit seinem Dirigenten Reinhold Mai lädt in die Ebersheimer Töngeshalle zum großen Jubiläumskonzert ein. Unter dem Titel „The best of …“ gibt es ein Wiederhören mit den größten Erfolgen der letzten 15 Jahre. Darunter die Musical-Hits „Phantom der Oper“ und „Chess“, die Ouvertüre zu Rossinis „Barbier von Sevilla“, Nino Rotas Filmmusik aus Fellinis „8 ½“ oder Kurt Gäbles symphonische Skizze „Saga“. Ohne Zugaben läßt das Publikum sein Lyra-Orchester nicht von der Bühne. Dabei sind dann die neueren Hits von Udo Jürgens und der Marsch „Sonne über Luzern“ zu hören. Letzterer hat auch ein Jubiläum. Denn damit gewann das Orchester vor genau 40 Jahren einen 2. Preis und Altmeister Vinzenz Christ einen Dirigentenpreis.

25.-27. Juni 2004, Festwochenende
„Glanzvoller Höhepunkt der Feierlichkeiten im Festzelt an der Töngeshalle“
Los geht es am Freitag mit den „Klostertalern“, die zu den absoluten Top-Bands der volkstümlichen Musikszene gehören. Rund 1400 begeisterte Fans aus nah und fern feiern ausgelassen die Jungs aus Vorarlberg. Über drei Stunden drehen Sänger Markus Wohlfahrt und seine fünf Mitstreiter auf, servieren die Titel ihres neuen Albums „Bergrausch“ und natürlich ihre größten Hits wie „Ha-le-lu-ja“, „An a Wunder hab i glaubt“ oder „He-o“. Die Stimmung kommt so rasch zum Siedepunkt. Highlight ist unter anderem ein Schlagzeugsolo, bei dem die ganzen Bühnenaufbauten als Instrument herhalten müssen. „Einfach spitze“, so der einhellige Tenor der großen Fangemeinde. Fanclubs aus dem Raum Saarland, Breisgau, Lahn-Dill-Kreis und „Klostertaler“-Anhänger aus den Niederlanden sind an diesem Abend nach Ebersheim gekommen. Einen besseren Auftakt kann dieses Jubiläumswochenende nicht haben.
Am Samstagabend steigt dann die große Nonstop-Party-Night mit den regionalen Kultbands „Old Family“ und „Rhoihessebuwe“ mit Hits und Evergreens vornehmlich der 70er und 80er Jahre, die rund 500 Partygäste ins Festzelt locken. Die Stimmung ist ähnlich wie am Vorabend, wenn auch das gute Wetter und andere große Feste, wie etwa die Johannisnacht in Mainz, den einen oder anderen Besucher andere Ziele ansteuern lassen. Die, die gekommen sind, feiern ausgelassen bis nachts um 2 Uhr und loben die äußerst zivilen Preise im Festzelt.
Der Sonntag steht unter dem Motto „Tag der Blasmusik“. Zu Frühschoppen und Mittagessen spielt der Kirchenmusikverein Bingen-Drommersheim mit seinem konzertantem Programm auf.
Danach folgt der absolute Höhepunkt des Tages, der Festumzug durch Mainz-Ebersheim. Angeführt vom Jubelverein, setzt sich der bunte Lindwurm mit seinen 37 Zugnummern in Bewegung. Mit von der Partie sind zehn Musikkapellen und viele Vereine und Fußgruppen aus Lörzweiler und Ebersheim. Insgesamt zeichnen rund 1000 Mitwirkende ein lebendiges Bild gelebter Dorfgemeinschaft.
Besonderer Anreiz ist die angekündigte Prämierung der originellsten Festumzugteilnehmer, besten Musikgruppen und am schönsten geschmückten Häuser und Grundstücke.
Der beeindruckende Festumzug zieht bei herrlichem Wetter durch die wunderschön geschmückten Straßen von Ebersheim und findet seinen Abschluss dann im Festzelt bei zünftiger Blasmusik mit dem Kirchenmusikverein Nierstein und dem Blasorchester Hallgarten.
Im Festzelt werden dann die Preise und Dankgeschenke an die Mitwirkenden ausgegeben.

1. Oktober 2004, Konzert des Landespolizeiorchesters RLP
Der Reigen der hochkarätigen Jubiläumsveranstaltungen setzt sich fort, als das Polizeiorchester des Landes Rheinland-Pfalz in der Lörzweiler Hohberghalle konzertiert. Unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Hans-Georg Conrad stellen die uniformierten Profi-Musiker ihre musikalische Vielseitigkeit und künstlerische Reife unter Beweis.

5.-7. November 2004, Workshop mit Harmonic Brass
Das renommierte Münchener Blechbläserquintett „Harmonic Brass“ gastiert in Lörzweiler. Das umfangreiche Programm umfasst einen Konzertabend in der gut gefüllten Kirche und einen Workshop für Blechbläser, dessen Ergebnisse im Jubiläumsgottesdienst am Sonntag allen Kirchgängern präsentiert wird.

11. Dezember 2004, Kirchenkonzert
Das Jubiläumsjahr klingt mit einem Kirchenkonzert in der katholischen Kirche St. Michael in Lörzweiler aus. Das Lyra-Orchester, Kammermusikensembles des Vereins und die Lyra-Jugend bieten dabei einen hochklassigen Querschnitt konzertanter sakraler und weltlicher Musik. Anschließend findet für Aktive und Freunde ein Empfang im katholischen Pfarrheim statt.
Das große Orchester im Festjahr 2004

13.–16. Mai 2005, Vereinsausflug nach Berchtesgaden
Mit einem unvergleichlichen Ausblick auf hohe Alpenberge im Schein der Frühjahrssonne begrüßt uns das Berchtesgadener Land, das Ziel des diesjährigen Vereinsausfluges. Stilsicher muss sodann eine Enzianbrennerei-Besichtigung auf dem Programm stehen, noch bevor man die Unterkunft erreicht. „Besichtigung“ ist hier nicht ganz wörtlich zu nehmen, denn die aufkommende Stimmung scheint für die vollen vier Tage zu reichen. Eine Bergwanderung, eine Schifffahrt über den Königsee und der Flair der Berchtesgadener Altstadt schaffen zusammen mit den geselligen Abenden das Bild einer tollen Tour in die Südwestspitze Deutschlands.

5. Juni 2005, Wertungsspielen des DVdB Mainz
Durch den besonderen Erfolg bei einem ähnlichen Contest in Buchlohe vor einigen Jahren beflügelt und als Ersatz für das ausgefallene Jahreskonzert stellt sich der Verein wieder einmal einem Wertungsspielen – diesmal ausgerichtet vom Diözesanverband. Mit den beiden Werken „Flashing Winds“ und „New York Ouvertüre“ erspielen wir uns beachtliche 95 von 100 Punkten in der Oberstufe.

10. November 2006, Martinszug in Lörzweiler
Musik verbindet Generationen – das beweist der Verein nun schon zum zweitenmal. Nach Familienclan Lang/Gilsdorf schafft es auch die Familie Mai/Lang, Großvater, Elternteil und Enkel gemeinsam musizieren zu lassen.

17.–20. April 2007, Vereinsausflug ins Frankenland
Verbunden mit einem mehrtägigen Ausflug ist die Teilnahme am Deutschen Musikfest in Würzburg ein weiteres Topereignis der Vereinsgeschichte. Wir sind zwar nur eines von ca. 400 teilnehmenden Orchestern, haben aber trotzdem die große Ehre, in der DMF-Konzertarena zu spielen – einer Bühne, die ansonsten nur Auswahl-orchestern wie z. B. der Symphonic-Wind-Band Shanghai vorbehalten ist.

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24. Juni 2007, Kultursommer Oppenheim
Als „schwimmendes Orchester“ konzertiert der Verein auf einem Pontonboot im Hafen von Oppenheim, während das Publikum am sicheren Ufer den „herüber-schwappenden“ Blasmusikklängen lauscht.

3. Juli 2007, Dirgentenwechsel im Jugendorchester
Eine Ära geht zu Ende. Karen Schreckegast-Humm, seit 1999 Dirigentin des Jugendorchesters, hat beschlossen, die Leitung der Nachwuchsmusiker in andere Hände zu legen und an diesem Tag ihr Abschiedskonzert zu geben. Der Verein bedankt sich für die hervorragende und beispielhafte Aufbauarbeit. Ihre Nachfolge wird Ute Leis, Klarinettistin im großen Orchester, übernehmen.

14. Juli 2007, Filmaufnahmen des SWR in Lörzweiler
„Eine Reise über die Rheinterrassen nach Oppenheim“ hat sich das SWR-Team als Titel der Sendereihe „Sonntagstour“ ausgedacht – und so kommen auch Lörzweiler und unser Verein zu TV-Ehren: Nach der Tonaufnahme der „Laubener Schnellpolka“ im „Tonstudio Hohberghalle“ am frühen Samstagmorgen und einigen Bildaufnahmen an verschiedenen optisch ansprechenden Plätzen von Lörzweiler ist die „Sache im Kasten“. Vom gelungenen Endprodukt kann man sich dann im August am Fernseh-bildschirm überzeugen.

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2. Oktober 2007, Oktoberfest von „Werners Backstube“ in Mainz-Hechtsheim
Relativ kurzfristig wurde noch eine Stimmungskapelle gesucht, um das firmeneigene Oktoberfest zu begleiten. Das ist wieder mal eine gute Gelegenheit, die Fähigkeit des Orchesters, eine feierwillige Schar gemischten Alters glänzend zu unterhalten, herauszustellen.

14. Dezember 2007, Beerdigung von Lorenz Schuster
Auch traurige Ereignisse setzen Marksteine in der Chronik: Unser Es-Klarinettist Lorenz „Lollo“ Schuster, Garant für Stimmung zu später Stunde und immer auf die Wahrung der guten, alten Traditionen im Verein bedacht, lässt einen leeren Platz im Orchester zurück.

17. Juni 2008, Lyra im Knast
Haben wir alle was angestellt? Nein, wir wurden angestellt, einmal ein Konzert vor Insassen der JVA Rohrbach zu geben. Trotz des anfangs etwas mulmigen Gefühls, so nahe vor Gefangenen zu musizieren, springt der Funke schnell über – sicher auch wegen Elvis Presleys Titel „Jailhouse Rock“.

5. Oktober 2008, Silbernes Bischofsjubiläum Kardinal Lehmann
Eine beachtliche Klangkulisse formt sich auf dem Mainzer Domplatz, als wir gemeinsam mit dem Musikverein Marienborn, den Dombläsern und einem großen, eigens für diese Veranstaltung aufgestellten Chor den Jubiläumsgottesdienst musikalisch umrahmen.

13. Dezember 2008, Vorweihnachtliches Solistenkonzert des Jugendorchesters
Die Betonung des diesjährigen Konzertes liegt auf „Solisten“. Der Grundgedanke hierbei ist, die Fähigkeit der jungen Musiker zu fördern, sich den Zuhörern auch einmal alleine oder in kleinen Gruppen zu präsentieren. Interessant ist dabei, zu beobachten, wie die unterschiedlichen Persönlichkeiten die unterschiedlichen Herausforderungen auf der Bühne meistern. Ob die ‚alten Hasen‘ des großen Orchesters das auch so ‚hinkriegen‘ würden?

7. Januar 2010, Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz an Robert Lang und Vinzenz Christ
Landrat Claus Schick zeichnet unsere beiden Ehrenmitglieder für ihre ehrenamtlichen Verdienste um den Musikverein und die Ortsgemeinde Lörzweiler mit einer der höchsten Auszeichnungen des Landes aus.

20. – 24. Mai 2010, Jahresausflug nach Wien, Bratislava (Slowakei) und Stara Tura (Tschechien)
Drei Länder in vier Tagen – das ist ein sportliches Programm. Aber mit der guten Laune, die die Musiker bei Ausflügen immer an den Tag legen, werden die vielfältigen Besichtigungen mit Interesse verfolgt und abends im gemütlichen Beisammensein stimmungsvoll ‚diskutiert‘. Die böhmische Blasmusik kommt natürlich – wie in Tschechien kaum anders zu denken -auch nicht zu kurz.

Gruppenbild Bratislava

10. – 14. Januar 2010, Kerb in Ebersheim
Da praktisch kein Veranstalter mehr für die Kerb zu gewinnen ist, und der Ortsvorsteher einen Neuanfang mit dem Verlegen des Festes zur Töngeshalle plant, reift im Vorstand die Idee, einmal über eine eigene Rolle als Gestalter der Kerb nachzudenken. Schon die ersten Gespräche mit dem Ortsvorsteher, dem Kerbejahrgang und Orchestermitglied Fred Hawryluk, der die vorigen Feste maßgeblich mitorganisiert hat, zeigen, dass die Durchführung der Kerb möglich sein könnte.
Der Anfang des Festes am Freitag steht im Zeichen der Tanzmusik mit der Band „Remember“, die die gängigen Hits aus der Popmusik der früheren Jahre im Repertoire hat, während der Samstagabend von einem Discjockey mit Oldies der Discokultur beschallt wird. Eckpfeiler der Programmgestaltung ist natürlich die traditionelle musikalische Mitwirkung beim Kerbgottesdienst am Sonntagmorgen. Das Jugendorchester hat am späten Nachmittag seinen vielbeklatschten Auftritt in der Töngeshalle. Wie seit Jahren in Lörzweiler üblich, soll auch bei der Ebersheimer Kerb montags ein Dämmerschoppen etabliert werden, was anhand der entsprechenden Stimmung der Zuhörer als gelungen zu bezeichnen ist. Abschluss des Festes bildet ein Leberknödelessen am Dienstagmittag unter fachlicher Leitung unseres ehemaligen Fuchsbauwirtes Peter Meier mit seiner Frau.

10. April 2011, Kirchenkonzert in Lörzweiler
Aus terminlichen Gründen muss das reguläre Jahreskonzert verschoben werden. Als Ersatz ist wieder einmal nach längerer Zeit ein Kirchenkonzert vorgesehen – diesmal zugunsten der Stiftung „Go(o)d Will“.
Neben Stücken mit Klängen jahrhundertealter Musik wie „Saga“, „Fanfare e Danza“ und „Greensleeves“, stehen auch moderne Fantasien wie „Flashing Winds“ oder solistische Werke wie „Duettino“, das den beiden Solistinnen Patricia Bär und Monika Lang besonders viel Können auf der Flöte abverlangt, auf dem Programm. Krönung und Abschluss des Konzertes ist aber „Music“ von Altmeister John Miles.

7. Dezember 2013, Nikolausfahrt nach Esslingen
Es gibt auch Alternativen zu einer obligatorischen Weihnachtsfeier – nämlich eine Fahrt mit einem historischen Schienenbus zum Weihnachtsmarkt inmitten einer der schönsten Altstadtkulissen Deutschlands. Bei so vielen Düften nach Glühwein, Deftigem vom Lagerfeuer-Grill, Spezereien, orientalischen Leckereien und Parfüms kann sich natürlich auch so ein Oldtimer nicht lumpen lassen und bläst uns noch schnell vor der Heimfahrt die Rauchschwaden seiner alten Dieselheizung entgegen.

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